Steinteppich

Terralith Marmor - Steinteppich richtig verlegen. Schritt für Schritt.

 

Schritt 1: Das benötigen Sie

Material

Grundierung für Fußboden (bei stark saugenden oder

glatten Untergründen im Innen- und Außenbereich)

 

Abschlussleisten/Dehnungsfugenprofile

 

Terralith Steinteppich Indoor/Outdoor

 

Oberflächenverfestigung Indoor/Outdoor
(nur für stark strapazierte Flächen)

 

Reinigungsmittel
(z. B. Spiritus und Spülmittel)

 

Optional Porenfüller

 

 

 

 

 

 

 

Werkzeug

Distanzrakel


Glättkelle - Boden (Schwertglätter)


Rührgerät (Bohrmaschine oder Rührwerk, langsam anlaufend)


Handschuhe (Nitril)


Mischeimer (40 l)


Baufolie


Putzlappen


Malerbürste/Pinsel (für Grundierung)


Fellrolle (für Oberflächenverfestigung)


Gehrungssäge (nur für Abschlussleiste/Dehnungsfugenprofile)


Cuttermesser

Kunststoffreiber (für Porenfüller)

 

 

Schritt 2: Der Untergrund

Mögliche Untergründe: Estrich (Beton), Holzdielung, Verlegeplatte, Fliese, Gussasphalt, Kunststoffbelag.

Der Untergrund muss tragfähig und staubfrei sein. Eine nachträgliche Bewegung des Untergrundes ist auszuschließen. Stark saugende Böden (z.B. Anhydritestrich) müssen vorher grundiert werden, damit das Bindemittel bei der Verlegung nicht vom Untergrund aufgesaugt wird. Bituminöse Untergründe (z. B. Gussasphalt) müssen gegen „Ausbluten“ geschützt werden. Holzfußböden (Holzdielung, Verlegeplatten) müssen gut verschraubt oder verklebt sein und nicht zu sehr federn. Zu glatte Fliesen sollten grundiert werden, damit der Steinteppich während der Verlegung den nötigen Grip hat und sich gut verteilen lässt. Lose Plattierungen (z. B. Fliesen) sind zu befestigen, gegebenenfalls zu entfernen. In Badbereichen sollte vorher eine Flüssigfolie aufgebracht werden, um den Untergrund im Falle einer Havarie (z. B. Wasserschaden) zu schützen. Das Gefälle muss vor der Beschichtung ausgebildet sein (mind. 2%). Wasser muss ungehindert ablaufen können. Die „Wasser führende“ Schicht ist nicht der Steinteppich, sondern der vorbereitete Untergrund (Flüssigfolie, Gefälleestrich). Abflüsse müssen demnach so eingebunden sein, dass Wasser vor der Beschichtung ungehindert ablaufen kann. Wasser sickert in den Steinteppich und sucht sich den Weg entlang dem Gefälle zum Abfluss. Stehendes Wasser ist zu vermeiden. Undichte Terrassen müssen im Vorfeld abgedichtet werden. Im Außenbereich sind Abschlussleisten- und Dehnungsfugenprofile so zu befestigen, dass Wasser darunter ablaufen kann.

 

 

Schritt 3: Das verlegen

 

 

 

 

1.

Schütten Sie ein Paket/Sack Marmorsteinchen in einen Mörtelkübel (40 Liter).

2.

Öffnen Sie die beiden Steinteppich Binderkomponenten (A+B). Gießen Sie nun den vollständigen Inhalt der beiden Dosen in den Mörtelkübel mit den Marmorsteinchen. Mischen Sie die Marmorsteinchen mit dem Harz- Härtergemisch gründlich durch, bis alle Marmorsteinchen gleichmäßig benetzt sind.

3.

Legen Sie den Mischbereich mit fester Folie aus. Schütten Sie das Gemisch auf den Boden. Hilfreich ist hierbei, wenn Sie sich vorher den ersten Quadratmeter mit Kreide auf den Boden zeichnen (z. B. 0,5 m x 2,0 m = 1m²), um ein Gefühl für die Schichtstärke und den Verbrauch zu bekommen.

4.

Verteilen Sie das Gemisch umgehend innerhalb dieser Fläche  gleichmäßig und flächendeckend mit dem Distanzrakel. Somit wird der Verbrauch und die richtige Schichtstärke gewährleistet. Achten Sie darauf, dass der Distanzrakel möglichst senkrecht und langsam geführt wird.

 


 

 

 

 

 

5.

Nun können Sie die Fläche mit der Kelle in wenigen Zügen verdichten und glätten. Achten Sie dabei auf gleichmäßigen Druck und halten Sie das Werkzeug nur leicht angekantet, so dass es fast flach aufliegt und geschmeidig, aber unter Druck, über die Kornspitzen gleitet und die Steinchen gut verpresst. 

6.

Kontrollieren Sie nach jedem Quadratmeter im Gegenlicht, ob der Steinteppich gleichmäßig und eben geglättet wurde. Es dürfen keine Steinchen hervorstehen und keine größeren Löcher zu sehen sein. Ein Ausbessern am nächsten Tag ist nicht möglich! Nach 12 Stunden ist die Fläche vorsichtig begehbar und nach 4 bis 7 Tagen voll belastbar.

7.

Wenn mit starker Belastung des Bodens zu rechnen ist, empfehlen wir eine Oberflächenverfestigung. Dieser Arbeitsgang dient der mechanischen Verfestigung der Oberfläche. Optisch verändert sich nichts. Im Außenbereich wird aufgrund der Witterungseinflüsse eine Oberflächenverfestigung empfohlen. Nach 12 Stunden ist die Fläche vorsichtig begehbar und nach 4 bis 7 Tagen voll belastbar.

 

 

 

 

 

Zu guter letzt. Tipps und Hinweise

 

Abschlussleisten/Dehnungsfugenprofile

Als Abschlussleisten-Profil (z. B. Türschwellenbereich) können Fliesenabschluss-schienen verwendet werden. Üblich sind Aluminium-, Edelstahl- oder Messingschienen, je nach
Einsatzzweck. Die Höhe der Abschlussleisten-Profile richtet sich nach der gewählten Körnung. Dehnungsfugen-Profile, die bei der Verlegung von Fliesen zum Einsatz kommen,
können auch bei Terralith Steinteppich eingesetzt werden. Auch hier richtet sich die Höhe des Dehnungsfugenprofils nach der gewählten Körnung. Grundsätzlich gilt: Dehnungsfugen, die
im Untergrund vorhanden sind, müssen in beim Steinteppich übernommen werden. Im Außenbereich sind Abschlussleisten- und Dehnungsfugenprofile so zu befestigen, dass Wasser darunter
ablaufen kann.


Körnung - fein (Schichtstärke 6-8 mm)
Körnung - mittel (Schichtstärke 8-10 mm)
Körnung - groß (Schichtstärke 10-12 mm)

 

Reinigen

Terralith Marmor - Steinteppich ist sehr pflegeleicht und speichert den Schmutz unsichtbar, bis man ihn mit einem Staubsauger o.ä. entfernt. Die Bürste am Sauger lockert und löst den Schmutz in den
Zwischenräumen, sodass er mühelos entfernt werden kann. Für eine Grundreinigung können Sie auch Nasssauger, Dampfsauger, Wasch- oder Sprühsauger verwenden. Im Außenbereich
können Sie einen Hochdruckreiniger (max. 80 bar) oder den Gartenschlauch verwenden. Jederzeit können Sie mit einer transparenten Oberflächenverfestigung die Flächen optisch und mechanisch
(nach einer Grundreinigung) wieder aufwerten, auch nach vielen Jahren! Terralith Marmorteine sind gerundet, und lassen sich somit besonders gut reinigen. Wasser oder feuchter Schmutz von der
Straße oder aus dem Garten werden mit einem Nasssauger behandelt oder nach der Trocknung einfach gesaugt. Auffällige Flecken, verursacht durch Flüssigkeiten (z. B. Rotwein, Cola), werden
zuerst aufgesaugt, mit warmem Wasser nachgespült und abschließend wiederum gesaugt. Die Zuhilfenahme von Bürsten oder die Zugabe von handelsüblichem Neutralreiniger oder
Fleckenentferner können je nach Hartnäckigkeit behilflich sein. Feuchter Schmutz oder Flecken können auch noch nach der Trocknung beseitigt werden.

 

Allgemeine Hilfestellungen

·  Halten Sie die Glättkelle stets sauber. Reinigen Sie wie folgt mehrmals pro Quadratmeter: Die Glättfläche zuerst mit einem trockenen Tuch blank putzen, anschließend mit einem feuchten Tuch (Wasser und Spülmittel) leicht benetzen, damit die Glättkelle gut gleitet und keine Steinchen am Werkzeug kleben bleiben. Es erleichtert das Glätten und sichert eine gute Oberflächenqualität.
·  Schützen Sie die frisch beschichtete Fläche vor unbefugtem Betreten. Achtung Haustiere!
·  Achten Sie während der Verarbeitung des Materials auf gleiche Misch- und Standzeiten, um Farbunterschiede zu vermeiden. Sollten während der Verarbeitung doch Farbunterschiede zu erkennen sein ist es sinnvoll, diesen Bereich bzw. diesen Farbunterschied mit den angrenzenden Bereichen sofort zu vermischen. Sollten Farbunterschiede sichtbar bleiben ist eine nachträgliche Farbangleichung nicht oder nur
durch Herausnahme der abweichenden Mischung möglich.
·  Benutzen Sie bei der Verarbeitung Knieschoner oder ein Schaumstoffkissen.
·  Tragen Sie unbedingt Schutzhandschuhe (z. B. Nitril- o. Latexhandschuhe) und lange Kleidung.
·  Die Verarbeitungszeit pro Gemisch beträgt je nach Temperatur 15 min – 1 h. Hohe Temperaturen beschleunigen den Aushärtungsprozess.
·  Arbeiten Sie zügig und verdichten Sie die nacheinander folgenden Mischungen miteinander, um Spachtelansätze zu vermeiden.
·  Material vor Verarbeitung ca. 24 h bei Zimmertemperatur trocken lagern. Feuchte Steine (z. B. Regen, Schwitzwasser) dürfen nicht verarbeitet werden. Achten Sie auch während der Verarbeitung auf gleichbleibende Temperaturen für Steine und Bindemittel. Lagerzeit bei Zimmertemperatur bis zu 12 Monate.
·  Halten Sie Harz- und Härter von Kindern und Haustieren fern!- Die Mindestverarbeitungstemperatur beträgt 10 °C. Die optimale Verarbeitungstemperatur liegt bei 18 – 22 °C, vergewissern Sie sich vor
Beginn der Arbeiten, dass innerhalb der nächsten 24 h keine Temperatur (auch nachts) unter 10 °C eintreten kann. Die frische Beschichtung muss ebenfalls 24 h vor Wasser (z. B. Regen) geschützt werden.